Schirm, Charme (?) … und Regenstiefel

… oder: Essen wie Göttinnen in Frankreich – Teil 2

Noch habe ich meinen Rhythmus als Food-Bloggerin nicht so recht gefunden. An Themen mangelt es mir nicht, doch das Zeitmanagement lässt etwas zu wünschen übrig.
Und manchmal finde ich einfach den Faden nicht mehr, den ich mir mal so schön hingelegt hatte. Also ging’s heute erstmal mit Regenschirm und -stiefeln ausgerüstet im schönsten Sturmwetter an den See. Dank wasserdichtem Schuhwerk stapfe ich gerne ein Stück im Wasser, mit Wellen und  Sand spielend  … Der Wind sang so laut in den Bootsmasten, dass ich mich mit Leichtigkeit ans Meer versetzt fühlte, in der Nase der Geruch salzigen Wassers …

Für ein indirektes Feuer werden Briketts verwendet.


Doch zurück zu meinem Koch-Blog, genauer -Essen wie Göttinnen in Frankreich, Teil 2. Das lange Wochenende in der Bresse liegt schon wieder eine Weile zurück, doch die Erinnerung daran ist noch sehr frisch.

Also – Grillieren Teil 2, dies ist schon für etwas fortgeschrittenere Grilleusen. Denn jetzt geht es um grössere Fleischstücke wie Schweinebraten und Poulet (mais non, pas de Bresse. Gemäss unserem Lehrmeister seien diese viel zu zäh und also für den Grill gar nicht geeignet).

Schweinebraten: Mariniert mit Knoblauch, Senf, Olivenöl, S&P, Thymian, Rosmarin, Salbei.
Die Marinade aus Zitronensaft, Olivenöl, S&P und viel Salbei wird dem Federvieh zwischen Haut und Fleisch geschoben.

Das indirekte Feuer
Am Anfang steht immer  der wichtigste Protagonist: Das Feuer!
Für das „Vorheizen“ des Grills muss beim indirekten Feuer einiges mehr an Zeit einberechnet werden. Die Glut entsteht aus Briketts, die länger brauchen, um das Feuer in eine schöne Hitze zu transformieren.

Wenn die Briketts genügend Glut entwickelt haben, werden sie mit der Feuerzange zur Seite geschoben. In der Mitte kann eine Tropfschale platziert werden.

Der Schweinebraten

Die Tropfschale fängt das Fett auf und verhindert dadurch eine zu starke Rauchentwicklung.
... ein letzter Blick und dann den Deckel drauf. Es dauert so lange es dauert, aber sicher eine Stunde ...

Während der Braten langsam gart und duftet, kümmert sich die Küchencrew um Salat und Gemüse. Zum Schweinebraten gab es Dörrbohnen aus dem eigenen Garten, selbst gedörrt und nun, bevor die nächste Ernte ansteht, mit viel Zwiebeln und Kräutern gedämpft wurden.

Bon appetit!

Le Poulet et le Coquelet

Das Poulet und Coquelet kommen in den Genuss einer besonderen Wellness-Behandlung: Die Marinade aus Zitronensaft und Olivenöl, Rosmarin-Salz & Pfeffer und viel fein gehacktem Salbei aus dem Garten hinter dem Haus, wird dem Federvieh zwischen Haut und Fleisch geschoben. Dazu muss die Köchin etwas Fingerspitzengefühl anwenden. Die Haut muss vorsichtig vom Fleisch gelöst werden und sollte dabei nicht reissen. Den Daumen am Hals beginnend unter die Haut schieben und dabei die Verbindung mit dem Fleisch sorgfältig lösen. Dem Rückgrat entlang verwende ich ein scharfes Rüstmesser. Und wenn’s doch reisst, hilft ein Zahnstocher zu flicken …

Mariniertes Poulet und Coquelet.
Mit der indirekten Grill-Methode wird das Poulet knusprig und bleibt doch zart.

Le Supplement

Eine wichtige Zutat für jede Grillmeisterin und jeden -meister bildet wohl das richtige Gewürz. Auf meinem Balkon wächst in diesem Jahr der Rosmarin besonders üppig und inspirierte mich zu einem schönen Mitbringsel: Dem Rosmarin-Salz:

Ein Teil fein gehackte Rosmarin-Nadeln mit einem Teil grobkörnigem Meersalz im Cutter fein mahlen.

Es schmeckt zu Kartoffeln oder Fleisch oder Gemüse sehr aromatisch.

Rosmarin-Salz made by kochfrau
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2 Gedanken zu “Schirm, Charme (?) … und Regenstiefel

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