Le Menu jaune

Es war ein Mal vor langer Zeit ein regnerischer und trüber Sonntag. Doch davon liess sich die kochfrau die Laune nicht verderben. Ganz im Gegenteil: Genüsslich umgab sie sich auf ihrem Sofa und auf dem Fussboden mit ihren Lieblings-Kochbüchern. Die Szene wird von einem frisch geschäumten Cappuccino abgerundet. Nur über dessen Begleitung lassen uns leider die Aufzeichnungen bzw. das Gedächtnis der kochfrau im Dunkeln. Die Nase glaubt sich an den Duft frisch gebackener Kirschen-Muffins zu erinnern …

Fotos und Rezepte sind wichtig, natürlich. Aber ebenso wichtig, auf alle Fälle viel spannender zu lesen, ist die ganz persönliche Küchen-Philosophie von Köchinnen und Köchen.

„Nach einem guten Essen soll man sich noch lieben können.
Johanna Maier

An jenem verregneten Sonntag blieb die kochfrau bei Johanna Maier hängen. Johanna Maier, sie gilt als eine der besten Köchinnen der Welt, verwöhnt in Filzmoos ihre Gäste ganz im Einklang mit den Jahreszeiten und der Natur. Ihre Lebensgeschichte, die scheinbar unerschöpfliche Ausdauer für ihre Kochkunst und ihre Geradlinigkeit weckten beim Lesen und betrachten der köstlichen Bilder Bewunderung der kochfrau für diese eigenwillige Köchin.

Beinahe schon am Ende des Buches angelangt fand die kochfrau eine Perle: Ein Passionsfruchttörtchen! Auf einem knusprig gebackenen Mürbeteig-Boden ruht ein weisses Schokoladen-Mousse, mit einem luftigen Biskuit vom Passionsfrucht-Mousse getrennt. Die Krönung bildet ein golden-glänzendender Passionsfrucht-Gelee-Spiegel. (Über die Zahl der Kalorien wird in diesem Blog kein Wort verloren … .)

Passionsfrucht-Torte, Premiere

Die Erinnerung an diese Geschmackswolke ging der kochfrau einfach nicht mehr aus dem Kopf. Lange trug sie den Gedanken an dieses „Pièce de résistance“ mit sich herum, bis sie viele Monate nach dem verregneten Sonntag schiesslich ein paar ihrer liebsten Feinschmeckerinnen zum „Menu Jaune“ einlud. (Wie ein guter Käse brauchen manche Menus ihre Zeit, um zu reifen.)  Irgendwann war der zündende Gedanke bei der kochfrau aber doch auf den gelben Küchentisch gefallen (dank dir, liebe T.!): Alle Rezepte sollten aus DIESEM Kochbuch der Johanna Maier stammen und die Farbe gelb sich als „Perlenschnur“ durch’s Menu ziehen: E voilà

Le Menu jaune

nach Rezepten von Johanna Maier*

Sunnereedli
Rahmsuppe von gelben Peperoni

Lachsfilet mit Artischockenravioli und Kartoffelfond
Passionsfruchttorte

Die gelbe Suppe (Rahmanteil reduziert)

Gemeinsam mit T., der guten Fee des „Menu Jaune“ und der speziell von ihr zusammen gestellten Begleitmusik, machte sich die kochfrau ans Werk. Das Resultat liess sich sehen, wurde genossen und blieb noch lange in der Erinnerung haften.

Lachsfilet mit Artischocken-Ravioli und Kartoffelfond

The End

Impression der Tafel*Bis auf das Apéro-Gebäck, eine Basler Spezialität, und einigen Veränderungen bei Zutaten und Mengen (beispielsweise Lachs- statt Wallerfilets, weil Wallerfilets gab’s auf dem Fischmarkt in Luzern nicht) entsprechen alle Rezepte dem Kochbuch von Johanna Maier (bitte die Rezepte dort nach lesen).

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