Der Duft des Sommers

Nase und Augen träumten schon eine Weile von einer frisch gebackenen Aprikosen-Tart, ganz ohne Guss. So einfach wie möglich, mit dem puren Duft von Sommer. Und da es bereits seit einiger Zeit auch Zwetschgen auf dem Markt gibt, entschied ich mich schliesslich für eine Sommer-Tart im Fruchtwechsel.

Das besondere an dieser Fruchtwechsel-Tart liegt im Thymian, der wohl dosiert und fein gehackt dem Kuchenteig beigefügt wird. Das herb schmeckende Kraut unterstützt den Geschmack von Aprikosen und Zwetschgen ideal. Wer grad keinen frischen Thymian zur Hand hat, kann alternativ auch Rosmarin verwenden.

The Making of …

Eisgekühltes Wasser und Apfelessig

    Bei diesem Teig ist es besonders wichtig, dass sowohl das Wasser als auch die Butter sehr kalt sind. Dieser Teig muss keine Kraft zum Aufgehen entwickeln, sondern wird möglichst kurz bearbeitet.

Kalte Butter gewürfelt

Eine Handvoll Thymian oder Rosmarin zusammen mit dem Zucker fein hacken.


In einer grossen Schüssel wird das Mehl zusammen mit dem Salz kurz gemischt. Es darf ruhig eine grosszügige Prise Salz sein ohne aber den Teig zu versalzen! Der Kuchenteig soll auf keinen Fall süss sein, damit er nicht mit der Fruchtsüsse konkurrenziert. Anschliessend können die bereit gestellten Zutaten bis auf das eiskalte Wasser in die Schüssel gegeben werden.

Mit kühlen Händen wird alles zu einem groben Teig zusammen gefügt.

Für einmal soll der Teig nicht schön glatt sein. Im Gegenteil, es ist für die Qualität des Teiges besser, wenn zum Schluss noch etwa erbsengrosse Butterstücke zu sehen sind. Wird der Teig zu lange bearbeitet, wird er beim Backen hart.

Bevor der Kuchenteig weiter verarbeitet werden kann, muss er mindestens eine halbe bis eine ganze Stunde in die Kühle. Dazu den Teig zu einer Kugel formen, diese platt drücken und in Klarsichtfolien hüllen. So kühlt der Teig schneller durch.

Den Teig zwischen Backpapier zu einer runden Scheibe auswallen. Das Backpapier verhindert das Kleben des Teiges auf der Arbeitsfläche. Wenn man direkt auf dem Tisch auswallen will, muss nochmals Mehl verwendet werden, was wiederum den Teig zu trocken und schliesslich zu hart machen würde! Die Tartform mit der Teigrondelle auslegen, den Rand mit dem Wallholz oder einem Spachtel über den Rand der Tartform abschneiden. Bevor die Früchte aufgelegt werden können, muss die vorbereitete Form nochmals für eine gute halbe Stunde an die Kühle. Und bitte nicht vergessen, den Boden mit einer Gabel einzustechen.

Die Früchte werden halbiert, entsteint. Jede Hälfte wird nochmals von der Spitze her bis zur Mitte eingeschnitten. Die Früchte im Zucker wenden und in Kreisen auf den vorbereiteten Teig legen. So eng wie möglich.

Bei zirka 200°C im Backofen bei Ober- und Unterhitze für 45 Minuten backen, oder bis der Teig goldgelb aussieht.

Voilà: Der Duft des Sommers auf Balkonien

Das Rezept

für den Teig

4 Esslöffel eisgekühltes Wasser
1 Teelöffel Apfelessig
1 Esslöffel Zucker
eine kleine Handvoll gehackter Thymian oder Rosmarin
3/4 Teelöffel Salz
210 g Weissmehl
125 g Butter, in Würfel geschnitten, kalt

für die Fülllung

zirka 500g Aprikosen oder Zwetschgen oder gemischt
zirka 70g Zucker

für eine Tartform von 28cm Durchmesser.

Die Zutaten für den Kuchenteig in einer Schüssel mischen und schnell zu einem groben Teig zusammen kneten. Das kalte Wasser in kleinen Schritten dazu geben. Der Teig sollte nicht zu feucht werden.

Den Teig in Klarsichtfolie gehüllt für mindestens eine halbe Stunde kühl stellen. Dann den Teig zu einer Rondelle auswallen, die genügend gross für die gewählte Kuchenform ist.

Die Form damit auslegen, den Rand schön abschliessen und das Ganze nochmals für eine halbe Stunde kühl stellen. In der Zwischenzeit werden die Früchte halbiert und entsteint. Die vorbereiteten Früchte in einer Schüssel im Zucker wende. Sobald der Teigboden kühl also fest genug ist, die Früchte darauf arrangieren und bei 200°C im vorgeheizten Backofen für etwa 40 – 45 Minuten backen.

Am besten schmeckt der Kuchen noch lauwarm.

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4 Gedanken zu “Der Duft des Sommers

  1. sieht superfein aus! was für schöne aussichten jetzt, wo ich dich, liebe verena, auch hier gefunden habe!

    1. Willkommen und herzlichen Dank: Freue mich natürlich, wenn wir uns ab und zu ganz spontan auf meinem Blog treffen.

      Herzliche Grüsse, die kochfrau:-)

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