Bild + Topf mit Gaumenfreuden

Ich liebe meine gelbe Küche + ich liebe den Sonntagmorgen in meiner Küche. Nach einem ersten Cappuccino im Bett zur sonntäglichen Zeitungslektüre, gibt’s am gelben Küchentisch, auf dem noch die jüngsten Gaumenfreuden aus meiner Einmacherei stehen, einen Espresso Macchiato zum Müesli in einer der farbigen Schalen aus Irène Zemp’s Keramikatelier.

 

 

Diese Zeit am Küchentisch gehört der Ruhe, im Hintergrund blättert Reeto von Gunten auf DRS3 durch den Zeitungswald und amüsiert oder regt zum Denken an, mit seinem anderen Blick auf die Ereignisse dieser Welt. Meine Augen sind heute froh, um die „Pause“ vom Bildschirm, an dem ich in den letzten Tagen sehr viel Zeit verbrachte …,  sie geniessen die Farben der Müeslischale von Irène Zemp, in meinen Gedanken … erste Ideen für den heutigen Blog.

Gestern noch schien die Sonne hell und warm in die Küche, heute stehen wieder Kerzen neben den Tulpen – der Frühling kündigt sich bereits leise an. In den Nachrichten im Radio wird von gesperrten Strassen im Bündnerland berichtet, Lawinengefahr. Es tropft von den Dächern, und die Schneemassen, noch vor einer Woche meterhoch  auf den Engadiner Dächer, schmelzen und verwandeln die Strassen in gefährliche Rutschflächen.

 

 

Heute vor einer Woche war ich wieder bei Irène in Scuol, denn es gibt immer wieder einiges zu besprechen für meine erste „Verkaufsausstellung der feinen Art“ Anfang April.  Die Idee zur Verbindung von Bild + Topf mit Gaumenfreuden aus meiner Küche entstand im Dezember letzten Jahres während eines Kürzest-Urlaubs im Scuol, wo ich zusammen mit drei Freundinnen das Keramikatelier von Irène Zemp besucht habe.

Zu viert machten wir uns an einem frühen Morgen, aus drei Himmelsrichtungen, gen Osten auf den Weg. N & B aus Zürich, Madeleine (madeinsolo.ch) aus Solothurn und ich aus Luzern kommend. Im Unterland war es für Mitte Dezember viel zu warm. Die warmen Fleece Jacken blieben im Gepäck verstaut. Nur die schneetauglichen Schuhe trugen schon alle an den Füssen, um mit kleinem Gepäck zu reisen zu können.

Kurz nach zwölf, nun mit Fleece-Jacken, Mützen und Handschuhen ausgerüstet, wurden wir in Scuol von der Töpferin Irène Zemp, begrüsst. Wir hatten uns in Bellach, an der Ausstellung in der Küchengalerie „à la carte“ kennen gelernt und ihr damals einen Besuch in Scuol versprochen. Wie schön, dass dieser dann so schnell in die Tat umgesetzt werden konnte.

 

 

Noch war die Reise nicht ganz zu Ende, mit dem Postauto ging es runter ins Dorf. Im Hotel Belvédère wartete im grossen Speisesaal „Allegra“ ein weiss gedeckter Tisch auf uns und unsere hungrigen Bäuche. Ganz vorne am Fenster durften wir sitzen,  direkt in der weissen Landschaft (ok – wir waren fast die einzigen Gäste …).
Treffsicher entschied sich Madeleine für Capuns mit Hirschsalsiz von Hatecke. Wir anderen bestellten Risotto mit Kürbiskernöl oder winterlichen Salat mit braunen Nüssen. Die Capuns schmeckten so gut, dass wir sie sofort zum kulinarischen Highlight dieser Reise kürten. Keine von uns hatte bisher eine so leichte, nuancenreiche und optisch ansprechende Variation gegessen.

 

 

Am Nachmittag ging es dann ins Keramikatelier, hier in Scuol „Keramica“. Das Atelier liegt am Plaz in Scuol. Um dahin zu kommen, mussten wir allerdings erst eine winterliche Rutschpartie hinter uns bringen. Der Plaz befindet sich unten im Dorf, auf den Strassen lag viel Schnee und nur wenig entschleunigender Kies. Ganz ohne auch nur einen einzigen Sturz kamen wir schliesslich unten an. Das Keramikatelier von Irène befindet sich im ersten Stock eines stattlichen Engadiner Hauses. Es ist Arbeits- Verkaufs- und Wohnraum zugleich.

Und wie es so gehen kann, wenn fünf kreative und initiative Frauen bei einem spritzigen Glas Prosecco vom Küferweg zu Tapenaden und Oliven um einen runden Tisch sitzen und an ihren Gesprächen und Geschichten vom Mittagessen anknüpfen: Es wurden Ideen gesponnen, Pläne geschmiedet, Träume lebendig. Das Resultat: Wir werden gemeinsam eine Ausstellung machen, die „Nature Morte“ Fotografien von Madeleine, mit den Töpfen, Tellern und Gefässen von Irène, gefüllt mit Gaumenfreuden aus meiner Küche.
Irènes „Töpfe“, wie sie diese selber nennt, ziehen mich immer gleich in ihren Bann. Die Farben und Formen, die Frauenfiguren und ihre Gesichter, jede ein Individuum, mit eigenem Charakter und Charme. Lebendig und ausdrucksstark.

 

 

Madeleine hat ein besonderes Auge für das Schöne im Unscheinbaren, das Kunstvolle im  Werden und Vergehen der Natur. Ihre Fotografien, Nature Morte, bearbeitet sie nur minimal, denn der Moment des Entdeckens zählt. Ihre Bilder berühren mich, weil sie das Auge lernen, auf das Detail zu achten. Das Lebendige mit der Vergänglichkeit verbinden.

 

 

 

 

N. und B. werden uns bei der Organisation und Durchführung der Verkaufsausstellung unterstützen. Die Idee für eine kurze Reise nach Scuol, ganz spontan  entstanden, findet ihre Fortsetzung in einem gemeinsamen Projekt.  Fünf unterschiedliche Frauen, die sich unterschiedlich lange kennen, werden gemeinsam ein Projekt realisieren, in das jede ihre starken und schwächeren Seiten einbringen kann. Gemeinsam ist uns die Liebe für’s Handwerk und die Freude am Geniessen. Der Anfang war gemacht … Müde fielen wir in die Federn (leider nicht im Hotel Belvédère :-)).

In der Nacht war wieder Schnee gefallen. Die Schneeflocken tanzten am Himmel, nur kurz war uns ein Blick auf den blauen Himmel gegönnt. Den langen Winterspaziergang verschoben wir auf einen anderen Besuch und sassen noch eine Weile gemütlich in der Lounge des Belvédère, im Hintergrund knisterte das Feuer im Kamin, und nahmen die Fäden zu unserem Projekt „Verkaufsausstellung der feinen Art“ wieder auf . Anfang April wird es soweit sein, einen Tag lang zeigen und verkaufen Irène Zemp vom Keramikatelier und Madeleine Lehmann, Bühne + Fotografie, in Luzern ihre Werke, begleitet von süssen und pikanten Gaumenfreuden aus der Küche der kochfrau.

Informationen

Wenn Sie sich für die Verkaufsausstellung der feinen Art in Luzern interessieren, sende ich Ihnen gerne Anfang März genauere Informationen zu. Bitte füllen Sie einfach dieses Formular aus:

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